Antiquitätenmärkte
“That’s much better than Portobello Road!” Das (der Balon) ist viel besser als Portobello Road. “Or the Flea Market”. Oder der Flohmarkt, rief die blonde Sheila dem einen halben Kopf kleineren Amerikanisten Bonetto zu.

Fruttero & Lucentini reicht eine kurze Zeile, um den städtischen Gebrauchtwarenmarkt Balon treffend auf den Punkt zu bringen. Die Sonntagsfrau der berühmteste von ihren Romanen, verfilmt von Luigi Comencini mit Marcello Mastroianni in der Rolle des Kommissar Santamaria und Jacqueline Bisset in der der Verführerin aus dem reichen Turin, ein Krimi, der in Turin spielt. Komisch, geistreich und respektlos zeigt es die Stadt der Savoyen aus einem unbarmherzigen Licht. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts trafen sich die piemontesischen Altwarenhändler jeden Samstag hinter "Porta Palazzo"; in den 50er Jahren kamen die Einwanderer aus Süditalien dazu; heute vermischen sich diese mit Menschen aus der ganzen Welt. Der Balon ist ein wahrer melting pot piemontesischer Art.
Weniger lebhaft aber spezialisierter sind die Märkte in Cherasco oder in Alessandria, der Barlafus von Vercelli und die Märkte von Casale und Nizza Monferrato, fast alle auf Antiquitäten, den Verkauf von Möbeln und Trödel aus piemontesischen Bauernhöfen spezialisiert. Käufer mit ausgefallenen Wünschen müssen nach Santhià, dem “Tempel” für Sammler von Bizarrem, der einzige auf dem man komplette Schlumpfsammlungen und alle Kinderüberraschungen von Ferrero finden kann.

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Ortschaften
Castello di Mazzè
In den antiken Gewölben des mittelalterlichen Schlosses kann man das Torturenmuseum besichtigen: Instrumente und Methoden der Heiligen Inquisition. Das Gebäude ist von einem weitläufigen Park mit Panoramablick auf den Canavese umgeben.
Filatoio Rosso di Caraglio
Die in den Jahren 1676 bis 1678 errichtete Spinnerei bildet ein außergewöhnliches Beispiel an “Industriearchitektur” im siebzehnten Jahrhundert im Piemonte. Sie ist heute vollständig restauriert und beherbergt das Museo Regionale della Seta (Regionales Seidenmuseum) sowie Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
La “Bollente” di Acqui Terme
Es handelt sich um eine elegante achteckige Tempelkapelle, deren Einweihung im Jahr 1879 erfolgt ist. Diese Kirchenstruktur bringt eine Thermalquelle zur Geltung, die schwefel-, salz-, brom-, jodhaltiges Wasser bei einer Temperatur von 74,5° hervorsprudelt.
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Persönlichkeiten
Antonello Venditti
“Torino ist eine Handvoll guter Erde unter dem Himmel…Es ist meine zweite Heimatstadt. In Torino habe ich eine ganz besondere Freundin gefunden, die meine Zuneigung zu erwidern weiß. Deshalb vergesse ich nie das Konzert, das ich hier 1980 im Palasport gehalten habe.”
Giuliano Montaldo
”In Piemonte habe ich 1960 am Lago Maggiore meinen ersten Film Tiro al piccione gedreht. Heute wollte ich zu den Aufnahmen von I Demoni di San Pietroburgo sozusagen an den Tatort zurückkehren.. es handelt sich um einen historischen Film, der die große Literatur in die Ebenen von Piemonte verlagert, zwischen den Palästen von Torino und den Schlössern derer von Savoia.”
Roberto Faenza
“Mit seinem antiken und schmachtenden Zwielicht ist Torino der abstrakte, metaphysische Raum, die schöne, ferne und ein wenig mysteriöse Unbekannte, die ich in Giorni dell’abbandono nach dem gleichnamigen Romand von Elena Ferrante auf die Leinwand zu bannen beschlossen habe.”
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