innovation - Piemonte Feel

Design

Nicht selten steht man in der Versuchung, die Schönheit des handwerklichen Schaffens der Banalität des industriellen Produkts gegenüberzustellen. Im Design wird diese Gegenüberstellung überflüssig. Strategie, technologische Forschung und Planung sind die Schlüsselwörter einer beinahe abenteuerlichen Geschichte, die das piemontesische Design seit den 60er Jahren dank Persönlichkeiten wie Pininfarina, Bertone und Giugiaro kennzeichnet. Autodesign also, aber auch Objekte für den täglichen Gebrauch wie die legendäre Schreibmschinen “Lettera22” und “Lexicon80” von Olivetti, entworfen von Zizzoli, die Haushaltwaren von Alessi (angefangen von der 9090, der Espressomaschine von Richard Sapper ausgestellt im Moma in New York bis zum Buttermesser von Achille Castiglioni) oder die ersten Vakuumverpackungen von Lavazza und die genialen Werbespots von Armando Testa.

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Heute ist Turin ein guter Nährboden für Nachwuchsdesigner, die in anerkannten Instituten ausgebildet werden und für den Arbeitsmarkt von höchstem Interesse sind. Mit den Jahren haben die Ausbildungsgänge immer mehr an Gewicht gewonnen, was zur Gründung von Fachinstituten mit Hilfe von technisch berufsbildenden Schulen oder innerhalb der Industrie führte: so das Ied (Istituto Europeo di Design – Europäisches Designinstitut) oder das Iaad (Istituto Arte Applicata del Design – Institut für angewandte Kunst und Design) und die Hochschulstudiengänge für industrielles Design am Politecnico di Torino.
Das Geheimnis für den Erfolg der zahlreichen piemontesischen Betriebe liegt in der Leidenschaft, alles zu geben. Aus Piemont stammen vielseitige Designer und revolutionäre Entwerfer, Talente die für die Industrie erfolgreiche Produkte erfunden haben, Produkte, die die Industrie Piemonts repräsentieren: Fiat in Turin, Olivetti in Canavese, und Fila in Biellese.In Piemont wird transportation, industrial graphic, interior design mit einem Wort übersetzt: Emotionen. Warme und tiefe Emotionen, die Turin 2008 den Titel World Capital Design eingebracht hat. Die zukünftige Welthauptstadt des Designs hat schon viel erfunden, aber um auch weiterhin führend bleiben zu können, muss noch viel geleistet und entworfen werden.






Ortschaften

Cantine storiche di Canelli

Die Keller – in denen die perfekt aufgereihten antiken Fässer und Barriques gelagert werden – verfügen über Ziegelsteingewölbe mit weiten tiefer gelegten Rundbögen und sind untereinander durch Tunnelgänge verbunden, welche bis ins Grundwasser und in die tiefen Erdschichten hineinreichen, die sich im Verlauf der Jahrhunderte gebildet haben.

Abbazia di Novalesa

In der Nähe des Klosters befinden sich vier Kapellen, die der Heiligen Maria, dem Heiligen Salvatore, dem Heiligen Michele und dem Heiligen Eldorado geweiht sind, und von denen die letztere am bedeutendsten ist und zwei herrliche Freskenzyklen (aus dem späten XI. Jahrhundert) mit Szenen aus dem Leben der Heiligen Eldorado und Nicola enthält.

Palazzo Callori a Vignale Monferrato

Der im XV. Jahrhundert errichtete Bau beherbergt die regionale Weinhandlung vom Monferrato. Die antiken Tuffsteinkeller werden noch heute zur Lagerung von kostbaren Weinen und Grappas verwendet.



Persönlichkeiten

Gerard Roero Di Cortanze

Gerard Roero Di Cortanze

“Zwischen mir, Torino und Piemonte muss wohl eine psychanalytische Verbindung bestehen. Jedes Mal, wenn ich hierher komme, fühle ich mich wohl, als hätte man mir gerade meine Haustür aufgemacht. Ich habe nie hier gewohnt. Jedes Mal ist es, als ob ich den Fuß in einen Geisternebel setze, Angesicht zu Angesicht mit meiner Vergangenheit. Torino ist mein imaginäres Leben, ein retrospektives Doppel, ein Flashback …”

Luciana Littizzetto

“Ich lebe gerne in Torino. Es verfügt über einen besonderen Swing. Der Akzent ist eine wichtige Inspirationsquelle: er ist langsam, schleppend, nicht für die Komikerrhythmen geeignet, wenn er jedoch natürlich kommt und keine Imitation ist, funktioniert er und bringt einen zum Lachen.”

Gianni Farinetti

“Ich bin in Bra, in den Langhe, geboren. Ich habe ein schönes Verhältnis mit dem Land. Das Piemonte ist ein stimmungs- und geschichtsträchtiges Land, auch was die Literatur betrifft: Arpino, Levi, Ginzburg und der heißgeliebte Beppe Fenoglio, aber auch zahlreiche Schriftsteller der jungen Generationen. Keine andere italienische Stadt hat in der Tat so zahlreiche Debüts registriert wie Torino in den letzten Jahren”.