gebaeude von besonderem interesse
Palavela (Torino)
Kategorie: gebaeude von besonderem interesse
Das Palavela, das ursprünglich von den Architekten Annibale und Giorgio Rigotti für die Ausstellung “Italia 61” anlässlich des ersten hundertjährigen Jubiläums der Einigung Italiens entworfen wurde, wurde für die Olympischen Winterspiele 2006 einer Restaurierung unterzogen, mit der die Stadt Torino Gae Aulenti beauftragte. Aus diesem zwischen Architektur und Technik schwebenden Bau mit seinem weitläufigen Innenraum, der von seitlichen Fensterfronten und der Überschneidung von drei Dachkuppeln begrenzt wird, gewann Gae Aulenti zwei Körper, die er durch eine gitterartige Überdachung miteinander verband. Ohne Zweifel spielte der Wunsch, die schon bestehende Struktur nahezu beizubehalten, eine bedeutende Rolle, doch handelte es sich auch, aufgrund der Geometrie des Segels, die nur an den zentralen Abschnitten der Bögen, auf die sich die Konstruktion stützt, eine gewisse Höhe erreichen, um eine “obligatorische” Wahl. In das originale Gebäudeinnere fügte Aulenti ein zweites asymmetrisches Bauwerk ein, das in einen Kreis von 150 Metern Durchmesser einbeschrieben ist und mit der bestehenden Struktur dialogisiert, indem sie, aus verschiedenen Winkeln gesehen, unterschiedliche Perspektiven offenbart. Das neue Palavela weist heute in der Tat zwei verschiedene Ansichten auf: während es von der einen Seite als kompakter Körper von gleich bleibender Höhe erscheint, so zeigt es aus einem anderen Blickwinkel die ganze Komplexität seiner unterschiedlichen Formen und Umfänge.
Informationen
Via Ventimiglia 145 - 10127 Torino



