Residenzen des Hauses Savoyen
Palazzo Madama (Torino)
Kategorie: Residenzen des Hauses Savoyen
Der Palazzo, früher die turmbewehrte Burg der Acaja, wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts erweitert und umgebaut, wobei 1420 das römische Tor Porta Pretoria in das Gebäude integriert wurde. Ende des 16. Jahrhunderts führte der Architekt Ascanio Vittozzi eine Reihe von Änderungen in den Innenräumen durch, vor allem aber entwarf er die monumentale Fassade mit klaren Zügen der Spätrenaissance. Die bedeutendste Innovation geht allerdings auf Filippo Juvarra zurück, der 1718 zwei wichtige Elemente hinzufügte: den klassisch-barocken Vorbau, der durch eine riesige Lisenenreihe und kannelierte korinthische Säulen geprägt ist, überragt von einer Marmorbalustrade mit Reliefschmuck, und die monumentale Treppe innen.
Palazzo Madama, heute Sitz des Städtischen Museums für alte Kunst, verdankt seinen Namen den königlichen Regentinnen Maria Cristina von Frankreich und Maria Giovanna von Savoyen Nemours, die ihn zu ihrer Residenz erkoren. Er bewahrt bedeutende Kollektionen der bildenden Kunst, die aus dem Besitz der Krone und privaten Nachlässen stammen. Nach einer langen Restauration wurde der Palast wieder eröffnet und während der Olympischen Winterspiele Turin 2006 als Sitz für das Internationale Olympische Komitee genutzt.
Informationen
Piazza Castello - 10100 Torino (To)
Tel. +39.011.4429921
E-mail: palazzomadama@fondazionetorinomusei.it
www.palazzomadamatorino.it



