Das Wasser
Das Wasser in all seinen Formen ist König im Piemont. In dieser Region, die von Flüssen, Strömen und Bächen durchzogen ist, entspringt der längste Fluss Italiens, der Po. Im Val Formazza erzeugt der Toce mit einem Höhenunterschied von 143 Metern den zweithöchsten Wasserfall Europas. Zauberhaft sind die Seen, zu allererst der Lago Maggiore, und Überraschungen bergen auch die Gletscher zwischen den Gipfeln des Monte Rosa.
Es gab eine Zeit, in der Ferien ein Privileg von nur wenigen Mitgliedern der Aristokratie war. Aber schon damals waren für die Besucher, die aus dem Ausland über den Sempion-Pass herunter nach Italien kamen, die piemontesischen Seen eines ihrer Hauptreiseziele. Noch heute ist das touristische Seengebiet, zu dem der Lago Maggiore, der Lago D’Orta und der Lago Mergozzo gehören, ein einzigartiger Ausgangspunkt für eine Endeckungsreise des Piemont und seiner Wasserläufe. Am Lago Maggiore kann man die Borromeo-Inseln besuchen und die herrlichen italienischen Gärten auf den Inseln Isola Bella und Isola Madre bewundern oder aber die romantische Atmosphäre der Isola dei Pescatori spüren. In den See mündet der Fluss Toce, der im Formazza-Tal einen Wasserfall von 143 Meter Höhe bildet, dem zweithöchsten Europas, um danach wieder ruhig seinen Lauf bis hin zum See aufzunehmen, wobei er zuvor das größte Wilderness-Gebiet von Europa durchquert, das sich im Nationalpark Val Grande befindet.

In Piemont gibt es viele Alpenseen, ca. 300 allein im Gebiet von Cuneo und etwa einhundert im Alpenbogen. Auf dem Pian del Re am Monviso entspringt der Po. Dieser geschichtsträchtige Fluss durchläuft in Piemont 235 Kilometer in vier Provinzen. 1990 wurde der Park Parco del Po eingerichtet: Eine Körperschaft überwacht 25.000 Hektar Fläche, von denen 6.000 durch ein System von Naturreservaten und erschlossenem Gelände geschützt werden, in denen dem Besucher verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten werden: das geht vom Birdwatching (Beobachten von Vögeln) über Wanderungen zu Fuß bis hin zu Fahrten mit dem Fahrrad. Aber eine Entdeckungsreise der Wasserläufe des Piemont muss zwangsläufig die Gletscher mit einbeziehen. Im Valsesia, zwischen den Gletschern des Monte Rosa, ist einer der wenigen italienischen Gletscherwege entstanden, die einem die Möglichkeit geben, die Geschichte und die Evolution der lokalen Gletscher kennen zu lernen, indem man die eigentümlichen Formationen genauer studiert, die sich im Laufe der Jahrtausende aufgrund der Gletscheraktivität herausgebildet haben, wie beispielsweise die typischen Formationen "caldaie del Sesia" oder die "marmitte dei giganti".

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Ortschaften
Palaisozaki
So heißt der neue beim japanischen Architekten Arata Isozaki für die Olympischen Winterspiele von Torino 2006 in Auftrag gegebene olympische Turiner Sportpalast. Eine Mehrzweckhalle, vielseitig und flexibel, die sich dank der Beweglichkeit der Tribünen vom Eispalast in eine Konzerthalle, in eine Schauspielhalle oder in einen Kongresssaal verwandeln kann.
Palazzo Callori a Vignale Monferrato
Der im XV. Jahrhundert errichtete Bau beherbergt die regionale Weinhandlung vom Monferrato. Die antiken Tuffsteinkeller werden noch heute zur Lagerung von kostbaren Weinen und Grappas verwendet.
Forte di Vinadio
Nach dem Willen von König Karl Albert errichtet, stellt die Befestigungsanlage von Vinadio eines der bedeutendsten Beispiele alpenländischer Militärarchitektur dar. Sie erstreckt sich in Längsrichtung auf 1200 Metern Länge über drei Ebenen, auf denen sich circa 10 Kilometer interner Wege verteilen.
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Persönlichkeiten
Daria Bignardi
“… Torino ist inzwischen schöner als Mailand und zeitgenössischer als Rom. Ein gutes Beispiel dafür, was man aus einer Stadt “machen kann”, wenn man die Fähigkeiten dazu hat. Gut, dass die Turiner es verstanden haben, das Geld der Olympiade dazu zu nutzen, die Stadt schöner zu machen: Mailand mit seiner Expo sollte nach Torino gehen und sich Anregungen holen”.
Carolina Kostner
“Die Piemontesen ähneln sehr den Südtirolern. Vielleicht, wegen der Nähe der Berge, ... aber Torino ist eine Großstadt und hat nicht die Atmosphäre meiner Heimat. Hier findet man alles. Die interessantesten Seiten herauszufinden, wird ein wahres Vergnügen sein ...”
Emanuele Severino
“Piemonte ist ein Landstrich mit erstklassiger Gastronomie und hervorragenden Weinen. Die Landschaft der Langhe hat mit beeindruckt. Wenn man diese Hügel bewundert, begreift man sofort, wie wichtig diese Landschaft für Schriftsteller wie Cesare Pavese oder Beppe Fenoglio war. In diesen Tagen glaube ich, die gleichen Emotionen erlebt zu haben, die Pavese verspürte, wenn er in sein Hügelland kam”.
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