Lesen
Schon seit langer Zeit veranlasst Piemont ganz Italien zum Lesen, angefangen mit Salgari und Caterina Inverizio, dem Buch Cuore von De Amicis, sodann die Verlagsindustrie und seit zwanzig Jahren kommt eine der wichtigsten Buchmessen Europas hinzu, die unter der Leitung von Ernesto Ferrero steht.

Die piemontesische Begabung zur Organisation, ist sie erst einmal in den Kulturbereich übertragen, fördert den Übergang vom individuellen Talent zum "Unternehmen": vom Verlag Einaudi mit Pavese, Calvino, Natalia Ginzburg, Massimo Mila, Norberto Bobbio über den Sitz der RAI, aus dem Umberto Eco, Furio Colombo und Gianni Vattimo hervorgegangen sind, hin zum UTET-Verlag der Philosophen Nicola Abbagnano und Luigi Firpo und zum katholischen Verlagswesen und zu DeAgostini von Novara. Ein Netz des Wissens, wo sich zu Berufsschriftstellern wie Giovanni Arpino, Mario Soldati, Fruttero und Lucentini so außergewöhnliche nicht-professionelle Schriftstellerpersönlichkeiten wie der Chemiker Primo Levi und der Rechtsanwalt Beppe Fenoglio hinzugesellen. Die jüngeren Leser erkennen sich in Alessandro Baricco und Giuseppe Culicchia wieder; die Liebhaber des Noir in Gianni Farinetti, Alessandro Perissinotto und Giorgio Faletti, einem Komiker aus dem Raum Asti, der kurzweilig ins Fach des Krimiautors übergewechselt ist. Piemontesen sind aber ebenso der Agnostiker Guido Ceronetti wie der Gläubige Vittorio Messori. Während sich die Frauenliteratur, auf den Spuren von Marina Jarre, Gina Lagorio, Rosetta Loy, in die beiden Richtungen der „Lehrerinnen“ wie Margherita Oggero und Paola Mastrocola und der "bösen Mädchen" wie Luciana Littizzetto, Stefania Bertola, Anna Berra und Alessandra Montrucchio unterteilen lässt.
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Ortschaften
Sacro Monte di Crea
Gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts realisiert, verfügt der Heilige Berg von Crea über 23 Kappellen und 5 Klausen, die im Wald verstreut liegen und untereinander durch Pfade verbunden sind. Die Kappellen erzählen das Leben der Jungfrau und beherbergen außergewöhnliche Statuengruppe in natürlicher Größe.
Giardini Botanici di Villa Taranto
Villa Taranto und ihre Gärten, die sich über dem Lago Maggiore ausbreiten, verfügen über ein enormen botanischen Besitz: er umfasst circa 1.000 Pflanzen, die bis heute nicht in Italien gezüchtet werden, und circa 20.000 Sorten und Arten von besonderem botanischem Wert.
Filatoio Rosso di Caraglio
Die in den Jahren 1676 bis 1678 errichtete Spinnerei bildet ein außergewöhnliches Beispiel an “Industriearchitektur” im siebzehnten Jahrhundert im Piemonte. Sie ist heute vollständig restauriert und beherbergt das Museo Regionale della Seta (Regionales Seidenmuseum) sowie Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
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Persönlichkeiten
Stefania Rocca
"Mein Vater hat bei Fiat gearbeitet. Torino habe ich nie als einschränkend erlebt. Es ist eine elegante Stadt. Der Nebel hat mir nie Angst eingejagt oder mit traurig gestimmt. Meine Mutter, sagte immer, er hilft, um in uns hineinzusehen.”
Joanne Harris
"Das Land der Langhe ist von atemberaubender Schönheit, das versteht sich von selbst, aber das, was mich wirklich getroffen hat, ist der Gemeinschaftssinn, und auch der Respekt und die Liebe der Weinbauern für die Erde und den Wein, den sie erzeugen.”
Gianni Farinetti
“Ich bin in Bra, in den Langhe, geboren. Ich habe ein schönes Verhältnis mit dem Land. Das Piemonte ist ein stimmungs- und geschichtsträchtiges Land, auch was die Literatur betrifft: Arpino, Levi, Ginzburg und der heißgeliebte Beppe Fenoglio, aber auch zahlreiche Schriftsteller der jungen Generationen. Keine andere italienische Stadt hat in der Tat so zahlreiche Debüts registriert wie Torino in den letzten Jahren”.
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