Boccia
Boccia ist ein echter Volkssport, da man in den meisten piemontesischen Gemeinden Boccia-Clubs und Spielfelder im Freien finden kann. Manchmal ist das Spielfeld einfach ein Platz oder ein Hof, wenn es sich bei den Spielern um Freundesgruppen handelt, die nach dem Essen oder nach einem Fest eine Runde spielen wollen. Das Boccia-Spiel kennt drei Varianten.
Raffa: Diese Variante wird auf einer rechteckigen, vollkommen ebenen Fläche gespielt. Das Spiel besteht darin, die eigene Bocciakugel so nahe wie möglich an die kleine Kugel zu bringen und die Bocciakugeln des Gegners wegzuschießen oder die kleine Kugel zu treffen.
Volo: Eine Variante, die vor allem in Piemont und Ligurien verbreitet ist. Gespielt wird auf einem rechteckigen Feld mit festgestampftem Boden oder auf einem mit kleinen Kieselsteinen bedeckten Asfaltboden. Die Spielregeln entsprechen im Großen und Ganzen dem der Raffa-Variante.
Petanque: Im Unterschied zu den vorhergehenden Varianten darf sich hier der Spieler während des Wurfes nicht bewegen. Man spielt auf jeder Art von Boden und das Ziel des Spiels ist es, die Widerstände des Bodens zu überwinden und die eigene Kugel so nahe wie möglich an die kleine Kugel zu bringen.




