Die Neuzeit - Piemonte Feel

Die Neuzeit

 

Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert nimmt die Kontrolle des Herrscherhauses Savoyen über die Region zu: Herzog Amadeus VIII. Unterwirft zuerst die Fürsten d’Acaia und durch die Eroberung Vercellis das Haus der Visconti. 1531 überlässt Kaiser Karl V. seiner Schwägerin Beatrice, die Gattin von Karl II. von Savoyen, das Herzogtum Asti und das Marchesat Ceva. Piemont ist jedoch zu jener Zeit häufig Schauplatz von Auseinandersetzungen und militärischen Besetzungen, die durch den Krieg zwischen Frankreich und Spanien verursacht wurden. Erst im Jahr 1559 gewinnt Emanuel Philibert von Spanien durch das Abkommen von Cateau-Cambrésis die Kontrolle über seine Ländereien. Die Gebiete und die sozialen und religiösen Gruppen, die zum savoyischenStaat gehören, sind jedoch nicht homogen: in den Städten und Tälern leben neben der katholischen Mehrheit jüdische und protestantische Gemeinschaften. Starke lokale institutionelle Traditionen üben einen direkten Einfluss auf die Rechtssprechung aus und entziehen sich so der Zentralkontrolle von Turin. Es herrscht eine starke politische Instabilität, die sich in der Aufteilung in prospanische und profranzösische Regionen niederschlägt.
Auch die wirtschaftlichen Ressourcen variieren von Gebiet zu Gebiet und erst die Einführung neuer Tätigkeitsbereiche hat eine Abschwächung der wirtschaftlichen Gegensätze zur Folge. Entwickelt werden Viehzucht und die häusliche Seidenweberei und dank der Einführung der Seidenmühle entsteht gegen Ende des 17. Jahrhunderts eine frühe Industriewirtschaft.

piazza Castello

 






Ortschaften

Castello di Agliè

Castello di Agliè

Der Prunkvolle Wohnsitz wird von Filippo d’Agliè, dem Minister, Literaten, Choreographen und Berater der Madama Reale (königliche Madame) auf den Überresten einer antiken Festung ab dem Jahr 1646 nach einem Projekt von Amedeo di Castellamonte errichtet.

Castello di Costigliole d’Asti

Von einem weitläufigen Park umgeben beherbergt das Schloss eine internationale Kochschule und jedes Jahr "die Barberaversteigerung", die inzwischen für die Liebhaber von Qualitätsweinen zu einer Veranstaltung geworden ist, bei der man nicht fehlen darf.

Palaisozaki

So heißt der neue beim japanischen Architekten Arata Isozaki für die Olympischen Winterspiele von Torino 2006 in Auftrag gegebene olympische Turiner Sportpalast. Eine Mehrzweckhalle, vielseitig und flexibel, die sich dank der Beweglichkeit der Tribünen vom Eispalast in eine Konzerthalle, in eine Schauspielhalle oder in einen Kongresssaal verwandeln kann.



Persönlichkeiten

Roberto Capucci

Roberto Capucci

“Torino ist eine aristokratische Stadt, ohne Schlamperei. Ihr Turiner kommt über die Runden, weil ihr wenig Tourismus habt, und das ist ein Glück. In Torino gibt es noch eine Klasse, die andernorts verloren gegangen ist. Man denke nur an eine Frau wie Rita Levi Montalcini, für die ich über 50 Kleider realisiert habe.”

Carlo Mazzacurati

“Torino ist für mich etwas Besonderes, ich muss sagen, fast etwas Exotisches. Ich komme immer wieder gerne hin. Im Jahr 2001 habe ich in Torino an den Aufnahmen für A cavallo della tigre gearbeitet. Wir filmten beim Neuen Gefängnis und erfuhren gerade als wir zum Set fuhren vom Angriff auf die Twin Towers in New York.”

Carla Bruni

“Torino gefällt mir. Es ist lebendig, schön, und überhaupt nicht ernst. Und es ist kreativ. Die Kunst berührt mich, auch wenn ich nur eine Dilettantin bin. Ich kenne mich in der Musik gut aus, ich habe sie zuhause bei Mama eingeatmet, die sich klassischen Konzerten widmete, und bei meinem Vater, der Zwölftonmusik komponierte.”