Textilien
Ein endlos langer Wollfaden, der die ganze Welt umwickelt und sie in ein riesiges Knäuel verwandelt: dies ist das Bild, das die piemontesische Textilindustrie wählen könnte, um sich der Welt zu präsentieren.

Biella, eine der bedeutendsten Regionen der Welt für die Wollverarbeitung, ist von der Ausdehnung seines Territoriums her die kleinste Provinz Piemonts. Begünstigt von seiner geographischen Lage, reich an Wasserläufen und gesegnet mit viel Sonnenstunden, hat sich Biella im Verlauf der Jahre großes internationales Prestige erwerben können, das vor allem beruht auf der unverwechselbaren Qualität der verarbeiteten Gewebe, der ständigen Bereitschaft zu Innovationen, der Qualität des Designs, der Liebe zum Detail und einer strengen und schlichten Linie der Modelle. Namen wie Zegna und Colombo stehen für die internationale Spitzenposition dieser Stadt.
Von den in dieser Region verarbeiteten 80% des Weltaufkommens an Kaschmir geht ungefähr die Hälfte in den Export. 1300 Firmen beschäftigen ca. 2500 Arbeitskräfte mit einem Jahresgesamtumsatz von mehr als 4 Milliarden Euro.
Die „Textilstrasse“ führt von Biella nach Alba in der Provinz Cuneo, Sitz der Gruppe Miroglio, weltweit führend in der Textilindustrie und mit 15 Markenzeichen auf dem Weltmarkt vertreten.
Die Gruppe BasicNet mit Sitz in Turin stellt Sport-und Freizeitkleidung her. Bekannt sind ihre Markenzeichen Robe di Kappa, Jesus Jeans, K-Way und Superga.
In Chieri, nahe Turin, hat die Weberei eine auf das 13. Jahrhundert zurückgehende Tradition, die vor allem bekannt ist für einen blauen, sehr widerstandsfähigen Leinenstoff, der von Genua aus exportiert wurde. Hier soll auch der Begriff „Blue Jeans“ entstanden sein. Heute werden in Chieri Tisch-und Bettwäsche, Einrichtungsstoffe, Vorhänge und Posamente hergestellt. Zu guter letzt darf dieses durch Humphrey Bogart und Jean-Paul Belmondo berühmt gewordene Attribut männlicher Eleganz nicht fehlen: der Hut von Borsalino. Giuseppe Borsalino hat ihn 1857 in Alessandria geschaffen. Heute ist sein Namen Synonym des berühmtesten Hutes der Welt. Niemand wird sagen können, Piemont habe „keinen Stoff“.
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Ortschaften
Palaisozaki
So heißt der neue beim japanischen Architekten Arata Isozaki für die Olympischen Winterspiele von Torino 2006 in Auftrag gegebene olympische Turiner Sportpalast. Eine Mehrzweckhalle, vielseitig und flexibel, die sich dank der Beweglichkeit der Tribünen vom Eispalast in eine Konzerthalle, in eine Schauspielhalle oder in einen Kongresssaal verwandeln kann.
Castello di Mazzè
In den antiken Gewölben des mittelalterlichen Schlosses kann man das Torturenmuseum besichtigen: Instrumente und Methoden der Heiligen Inquisition. Das Gebäude ist von einem weitläufigen Park mit Panoramablick auf den Canavese umgeben.
Filatoio Rosso di Caraglio
Die in den Jahren 1676 bis 1678 errichtete Spinnerei bildet ein außergewöhnliches Beispiel an “Industriearchitektur” im siebzehnten Jahrhundert im Piemonte. Sie ist heute vollständig restauriert und beherbergt das Museo Regionale della Seta (Regionales Seidenmuseum) sowie Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
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Persönlichkeiten
Alessandro Baricco
"Torino ist ein Ort, an dem die Dinge normalerweise mit sehr viel Ernst und Strenge unternommen werden. Auch das Leben oder der Tod."
Umberto Eco
"Ohne Italien wäre Torino mehr oder weniger gleich. Aber ohne Torino wäre Italien ganz anders".
Cristina Tardito
“Torino ist eine raffinierte und dezente Stadt, in der die antike Pracht des Palazzo Madama (Residenz der königlichen Madame) mit dem modernen Schwung der olympischen Veranstaltungsorte vereint ist. Ich würde gerne die ausländischen Gäste in unsere Bars begleiten, oder mit ihnen eine Kanufahrt auf dem Po unternehmen.”
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