Kunst, Kultur und Traditionen

Die Orco- und Soana-Täler hüten sorgfältig ihre Traditionen und ihre materielle Kultur, die an ein bescheidenes und anstrengendes Bergleben, an ihre Auswanderung auf Arbeitssuche an die Protoindustrietätigkeit der Mühlen und Schmieden, an die ersten Fabriken und an die Energieindustrie gebunden ist. Die Emigranten passten sich den bescheidensten und härtesten Arbeiten an: Tagelöhner, Maurer, Bergmänner: Typisch für die Orco- und Soana-Täler sind einige heute untergegangene Wanderarbeiten, wie der Schornsteinfeger (spaciafurnel), der Glaser (vedriat), der Scherenschleifer (mulitta) und der Töpfer, die Kupfertöpfe (magnin) herstellten und reparierten.

In den Orco- und Soana-Tälern überlebt noch heute die Tradition des Schlagens und der manuellen Verarbeitung des Kupfers. In Pont findet im Juni eine Handwerkermesse statt und es bestehen noch einige Laboratorien für die Herstellung und den Verkauf. In Sparone gibt es eine kleine Kupfer-Gießerei, während in Alette, Sitz der Kupferschule und eines kleinen Museums, wo Verarbeitungswerkzeuge und antike Gegenstände ausgestellt sind, im Juli das “Magnin”-Fest stattfindet. In der antiken Kupferschmiede von Rinco, das zwei wunderschöne Schlaghammer in der Form eines Eselkopfs aufbewahrt, wird ein vom Parco Nazionale del Gran Paradiso geleiteter Ökomuseumspunkt der Orco- und Soana-Täler eingerichtet. Ein weiterer Ökomuseumspunkt befindet sich in Locana, während ein dritter in der Nähe der Wallfahrtskirche von Prascondù in Ribordone vorgesehen ist. Eine Signalisierung ist auch das Ethnographische Museum Cantejir in Pont Canavese wert, wo sich zahlreiche Zeugnisse, Werkzeuge und Sitten bezüglich des früheren Lebens, der Sitten und der typischen Arbeiten der Täler, befinden. Weiterhin wird in Pont, innerhalb des mittelalterlichen Ferranda-Turms ein Museum des Gebietes eingerichtet, das den Besucher eine Übersicht über das Natur- Kultur- Kunst- und Geschichtsvermögen der Orco- und Soana-Täler bietet. In Pont kann auch das Museum der Kunststoffe Sandretto, im gleichnamigen Industriewerk besucht und die Evolution des Einsatzes dieser modernen und eklektischen Materialien zurückgelegt werden. Auf Anfrage kann auch mit einem Begleiter die Hydroelektrischen Zentrale der AEM von Turin im Orco-Tal besichtigt werden, echte Monumente der menschlichen Technologie, die sich oft in hochwertigen Umweltkontexten befinden. Auch das lokale Handwerk bietet den Touristen eine Serie von interessanten Verarbeitungen, wie die Blumenstickerei der örtlichen Trachten, die Holzskulpturen, die Fahton-Kupfergegenstände (Körbe) und die “Scapin” (Pantoffeln). Von besonderem Interesse ist auch die lokale Sprache, das “Patois” von eindeutiger französisch-provenzalischer Stammung, die in den Hochtälern und insbesondere im Soana-Tal gesprochen wird.

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Ortschaften
Biblioteca Reale di Torino
Die Biblioteca Reale (Königsbibliothek) enthält wichtige Sammlungen von Manuskripten, Miniaturausgaben und Kupferstichen. Über 2000 Zeichnungen, wovon einige von Leonardo Da Vinci sind, darunter: das Selbstportrait, das Engelsantlitz, eine Entwurfszeichnung für die Felsjungfrau und den Flugkodex.
Sacro Monte di Crea
Gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts realisiert, verfügt der Heilige Berg von Crea über 23 Kappellen und 5 Klausen, die im Wald verstreut liegen und untereinander durch Pfade verbunden sind. Die Kappellen erzählen das Leben der Jungfrau und beherbergen außergewöhnliche Statuengruppe in natürlicher Größe.
Filatoio Rosso di Caraglio
Die in den Jahren 1676 bis 1678 errichtete Spinnerei bildet ein außergewöhnliches Beispiel an “Industriearchitektur” im siebzehnten Jahrhundert im Piemonte. Sie ist heute vollständig restauriert und beherbergt das Museo Regionale della Seta (Regionales Seidenmuseum) sowie Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
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Persönlichkeiten
Mario Brunello
“Torino hat ein besonderes Karma was die Musik betrifft. Das Turiner Publikum nimmt sich ein paar Minuten mehr Zeit als andere, um zu entscheiden. Die Stadt scheint abwarten, nichts übereilen zu wollen. Auch weil sie Künstler nicht als Stars, sondern als Menschen behandelt. Sie macht dir sanft verständlich, dass du wichtig bist, weil du etwas zu sagen hast. Das ist eine sehr nette Weise, einen wie zu Hause fühlen zu lassen”.
Manhattan Transfer
"Torino verfügt über eine einzigartige Faszination: es ist aristokratisch, elegant. Wir haben sehr die Museen und die Parks geschätzt, die Leute sind warmherzig und leidenschaftlich. Und was sollte man über die Cafes und die fantastischen Restaurants sagen, wo man piemontesisch isst: der Trüffel, der Barolo, der Arneis, sind für uns absolut unvergessliche Köstlichkeiten."
Carolina Kostner
“Die Piemontesen ähneln sehr den Südtirolern. Vielleicht, wegen der Nähe der Berge, ... aber Torino ist eine Großstadt und hat nicht die Atmosphäre meiner Heimat. Hier findet man alles. Die interessantesten Seiten herauszufinden, wird ein wahres Vergnügen sein ...”
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